Entwicklungsfördernde Neonatalbegleitung

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Entwicklung fördern – werden Sie NeonatalbegleiterIn

Schmerz, Lärm, Schläuche, Trennung von der Familie. Die Neugeborenenintensivstation bedeutet für Kinder und Eltern eine hohe Belastung und einen krassen Widerspruch zu ihrem natürlichen Bedürfnis nach Nähe zueinander. Um spätere Bindungsstörungen zu vermeiden, ist eine frühe Gegenregulation unbedingt erforderlich.

Die bindungs- und entwicklungsfördernde Begleitung besitzt verschiedene positive Effekte. Zum einen unterstützt sie die körperliche und neurologische Entwicklung des Kindes, zum anderen fördert sie die Interaktion von Mutter und Kind sowie die Kompetenz der Eltern im Umgang mit diesem. Dadurch wiederum verbessert sich die psychosoziale Situation der ganzen Familie.

father touching head of a premature baby in incubator

Für Fachkräfte liegt die größte Herausforderung in der Schulung ihrer Wahrnehmung. Welche Bedürfnisse haben die traumatisierten Eltern? Was braucht das Kind? Dessen Bedarf an Ruhe und Geborgenheit gilt es genauso zu erkennen und anzuerkennen wie seine Befähigung zur Interaktion mit der Umwelt.

In üblichen Fortbildungsangeboten finden diese Aspekte bislang wenig Beachtung. Unsere Modulreihe bietet Ihnen ein ganzheitliches Weiterbildungsangebot, das Ihre Kenntnisse in der familienorientierten Neonatologie erweitert. Auf dieser Basis können Sie die Bedürfnisse aller Beteiligten besser wahrnehmen und einen unschätzbaren Beitrag zur gesunden Entwicklung der Kinder leisten!

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Sicherheit und Kompetenz in der Beratung von Familien
  • Umfassende Begleitung für Familien während der ersten entscheidenden 1000 Tage gerechnet ab der Empfängnis
  • Ein Arbeitsalltag, der durch ein hohes Maß an menschlicher Zuwendung bereichert wird
  • Mehr Zufriedenheit im und mit Ihrem Beruf

Wer kann Entwicklungsfördernde NeonatalbegleiterIn EFNB® werden? Unser Angebot richtet sich an folgende Berufsgruppen: Gesundheits- und Kinder-/KrankenpflegerInnen, ÄrztInnen, Hebammen, PsychologInnen, PhysiotherapeutInnen, ErgotherapeutInnen, LogopädInnen, SozialpädagogInnen, FrühförderInnen, HeilpädagogInnen, Still- und LaktationsberaterInnen IBCLC sowie SeelsorgerInnen.


Exakt auf Kurs – diese Inhalte stehen im Mittelpunkt unserer Fortbildung

Unsere Fortbildung zur Entwicklungsfördernden NeonatalbegleiterIn EFNB® vermittelt aktuelles, evidenzbasiertes Wissen für Ihre praktische Arbeit sowie für (Eltern-)Beratungen in der Klinik und in freier Praxis. Dazu haben wir ein spezielles Modulangebot entwickelt, das die Ansprüche unterschiedlicher Berufsgruppen berücksichtigt.

Entwicklungstheoretische Grundlagen und praktische Aspekte wie die Ernährung mit Muttermilch, die Beatmung und Vermeidung dieser sowie eine optimale, entwicklungsfördernde Umgebung für Frühgeborene sind ein wesentlicher Bestandteil der Fortbildung. Sie lernen Maßnahmen kennen, die aktuellem Wissen entsprechen und momentanen Bedürfnissen des jeweiligen Patienten gerecht werden können.

Student meeting in library - Teamwork

Gemeinsam klären wir, wie eine interdisziplinäre Zusammenarbeit gelingen kann, die das Kind in den Mittelpunkt stellt. Jedes Modul stellt auch die Frage nach der psychosozialen Situation der Familie und nach dem richtigen, professionellen Umgang mit den Eltern. Wie verändert sich Elternschaft durch eine Frühgeburt? Wie können wir Eltern eine zuwendende Begleitung schenken und gleichzeitig alle Anforderungen unseres Klinikalltags erfüllen?

Ob sich das Trauma der Eltern erfolgreich mindern lässt, hängt wesentlich vom Klinikpersonal ab. Werden Mütter und Väter frühzeitig in die Pflege ihres Kindes eingebunden, gehen sie am Tag der Entlassung bestärkt, kompetent und gefestigt nach Hause. Darüber hinaus spart die Hilfe der Eltern auf der Station sogar Zeit! Unsere DozentInnen vermitteln dazu Hintergrundwissen und geben viele Ratschläge aus der Praxis.


Module & Inhalte

Unsere Fortbildungsreihe umfasst neun sich ergänzende Module. Die wissenschaftlich fundierten und praxisbezogenen Module können auch einzeln belegt werden. Nach der Teilnahme an mindestens sechs Modulen*, davon drei Pflichtmodule, und dem Verfassen einer Facharbeit wird eine Abschlussbescheinigung erteilt. Die TeilnehmerInnen werden auf ihre praktische Arbeit und Beratungstätigkeit in Klinik und freier Praxis vorbereitet.


  • Entwicklungsfördernde Neonatalbegleitung
  • EFNB® – Welche Bedeutung hat sie?
  • EFNB® – Konzepte der Umsetzung
  • Forschungsinterpretationen
  • Voraussetzungen gelungener Kommunikation
  • Lösungsorientierte Beratungsansätze
  • Pflegemodelle, Rollenverständnis der Pflegenden
  • Interdisziplinarität
  • Konflikt- und Widerstandsmanagement

  • Intrauterine Entwicklung; psychomotorische und geistige Entwicklung Entwicklung bis 2 Jahre
  • Psychologische Entwicklungstests
  • Entwicklungsneurologische Untersuchung, Entwicklungsstörungen
  • Entwicklungsprognose von Frühgeborenen
  • Healing Environment – Umgebungsgestaltung erste 1000 Tage
  • Känguruhen
  • Positionsunterstützung, Lagerung
  • Psychosoziale und physiologische Veränderungen der Eltern frühgeborener oder kranker Babys
  • Integration der Eltern
  • Was lehrt aus das Verhalten Frühgeborener?
  • Strategien in der praktischen Umsetzung, Einführungsprobleme

  • Atmung: Unterstützung der postnatalen Adaptation
  • Beatmungsvermeidung, Stressvermeidung
  • Welche Frühgeborenen brauchen eine Beatmung?
  • Ernährung: Supplementierung, Erkrankung und Medikamente der Mutter
  • Besonderheiten und Bedeutung des Stillens
  • Gewinnung, Aufbewahrung und Verwendung von Frauenmilch
  • Entwicklung der oralen Fähigkeiten des Kindes
  • Praktische Aspekte des Stillens von Frühgeborenen
  • Von der Brustgewöhnung zum ausschließlichen Stillen
  • Orale Ernährung bei Saug- und Schluckproblemen
  • Stillunterstützung und Fütterungsmethoden

  • Vorbereitung der Eltern auf die Entlassung
  • Psychosoziale Begleitung der Eltern
  • Sozialmedizinische Nachsorge
  • Sterbe- und Trauerbegleitung in der Neonatologie
  • Stressmanagement

  • Ethische Aspekte der Versorgung Früh- und Neugeborener
  • Einführung in die Primäre Pflege
  • Elternbegleitung
  • Schmerz: Bedeutung und Erfassung
  • Schmerzvermeidung, Schmerztherapie
  • Veränderungsmanagement

  • Frühkindliche Entwicklung und Eltern-Kind-Kommunikation
  • Konzept der Passung
  • Regulationsstörung – exzessives Schreien
  • Schlafstörungen, Fütterstörungen
  • Frühkindliche Regulation und Auffälligkeit der sensorischen Integration Frühgeborener
  • Ergotherapeutische Begleitung und Förderung
  • Konzeptorientierte Förderung in der Physiotherapie
  • Ganzheitlich-familienorientierte Förderung

  • Ganzheitliche Begleitung und Förderung von Anfang an
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit, die das Kind in den Mittelpunkt stellt
  • Resilienzförderung bei Säuglingen und Kindern
  • Planung und Unterstützung für den Übergang von der Klinik nach Hause
  • Emotionale Entwicklung
  • Physiotherapeutische Begleitung
  • Förderung orofazialer Funktionen
  • Sprachentwicklung

  • Sozialrecht: Welche Leistungen gibt es wo?
  • Mutterschutz, Elterngeld, (Sonder-)Urlaub für Väter
  • Haushaltshilfe, Kinderbetreuung, Familienpflege
  • (Familien-)Hebamme, Frühe Hilfen
  • Ansprüche bei Versterben des Kindes
  • Sozialmedizinische Nachsorge
  • Kurmaßnahmen für Mutter, Vater, Kind
  • Ergänzende Hilfe für Hartz-IV-Empfänger
  • Wer leistet Hilfe außerhalb von Ansprüchen?
  • Leistungen für ausländische Mitbürger
  • Beistandschaft, Unterhaltsvorschuss
  • Schwerbehindertenausweis

  • Allgemeines und Grundsätzliches in der Physiothrapie mit Frühgeborenen und kranken Neugeborenen
  • Kinaesthetics Infant Handling
  • Atemtherapie
  • Bobath-Konzept
  • Vojta-Therapie
  • Babymassage, Orofaciale Therapie, Fußreflexzonentherapie, Manuelle Lymphdrainage, Kinesiotape, Kunsttherapie, Musiktherapie
  • Was können die Eltern mit ihrem Kind machen?
  • Überstimulation

Für alle Module gilt: Änderungen vorbehalten!


Moderne Methoden – mit Spaß und Abwechslung erfolgreich lernen

Kursgestaltung
Unsere Module sind abwechslungsreich und enthalten verschiedene Elemente, u.a. Vortrag, Diskussion sowie Wissenserarbeitung im Dialog.

Problemorientiertes Lernen
… bedeutet selbstständiges Erarbeiten von Lösungsmöglichkeiten. Wir arbeiten an Fällen aus der Praxis, damit Sie das Erlernte leichter in Ihren Berufsalltag mitnehmen.

Kooperatives Lernen
Zusammen macht es mehr Spaß! Im Austausch mit anderen klären sich Verständnisfragen, verbindet sich Wissen und fließt die Erfahrung aller Teilnehmer in gemeinsame Erkenntnisse ein. Kooperatives Lernen steigert nachweislich den Lernerfolg.

Unsere Methoden

  • Projektarbeit
  • Fallanalysen, Fallbesprechungen
  • Rollenspiele zu Beratungssituationen
  • Praxisanleitung
  • Videoeinsatz
  • Teamteaching

Termine und Teilnahmegebühren


Fortbildungsleitung


Kinderärztin, Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin, Universitätskinderklinik Köln, Leitende Oberärztin Neonatologie

Lehrerin für Pflegeberufe, Kinderkrankenschwester, Still- und Laktationsberaterin, Kommunikationstrainerin, NLP-Master, Bildungszentrum für Pflegeberufe Hanau

Fachkinderkrankenschwester für pädiatrische Intensivpflege, Entwicklungsfördernde Neonatalbegleiterin EFNB®, Still- und Laktationsberaterin, Stationsleitung der Früh- und Neugeborenen-Intensivstation des Klinikums Worms, Organisation und Betreuung von Hospitationsaufenthalten auf einer Früh- und Neugeborenen-Intensivstation in Kapstadt

Gründerin und Direktorin des Ausbildungszentrum Laktation und Stillen 1994 bis jetzt, Still- und Laktationsberaterin, Entwicklungsfördernde Neonatalbegleiterin EFNB® 2008 bis jetzt, Master Trainerin/Gutachterin 1991-2011 für die Initiative Babyfreundlich von WHO und UNICEF, Etablierung und Leitung des IBLCE in Europe Office von 1990-2000, Clinical Instructor seit 1997, seit 1983 in der Stillberatung tätig, IBCLC seit 1987, medizinisch-kaufmännische Ausbildung 1972 abgeschlossen

Kinderarzt, Neonatologe, Schwerpunkt Entwicklungsneurologie. Bis 2014 Oberarzt der Kinderkliniken  des Klinikums Augsburg. Mitbegründer und Vorstand der Nachsorgeeinrichtung Bunter Kreis Augsburg. Lehraufträge  für Case-Management am  Institut für Sozialmedizin in der Pädiatrie Augsburg und an  der Medizinischen Paracelsus Universität Salzburg.  Lehrauftrag für Musiktherapie am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg

Kinderphysiotherapeutin, Stillberaterin, Weiterbildung für Entwicklungsfördernde Neonalbegleiterin EFNB®, Kindheitspädagogin, Dozentin an der Physiotherapieschule im Fachbereich Pädiatrie, spezialisiert auf die Behandlung von Früh- und Neugeborenen mit unterschiedlichen Störungsbildern in Bezug auf Entwicklungsförderung und Förderung der orofazialen Funktionen, Praxis in Rheinfelden, Schweiz

Organisatorische Leitung

Geschäftsführerin des Ausbildungszentrums Laktation und Stillen, QM-Beauftragte, Fachgebiete: Unternehmensberatung, Organisationsplanung, Kongressorganisation, Steuer- und Datenverarbeitungswesen, Beiratsmitglied von Partnerschaft Gesunde Welt – Klinikverbund Südwest e.V.

Die Kursleitung

Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, Still- und Laktationsberaterin, Entwicklungsfördernde Neonatalbegleiterin EFNB®, St. Joseph Krankenhaus Berlin, Kinderklinik

Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, Still- und Laktationsberaterin, Präventionsassistentin, Entwicklungsfördernde Neonatalbegleiterin EFNB®, Universitätskinderklinik Köln

Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, Still- und Laktationsberaterin, Entwicklungsfördernde Neonatalbegeleiterin EFNB®, Nachsorgepflegerin für Früh- und Neugeborene, Case Managerin, SAFE®-Mentorin, Bunter Kreis Augsburg

Weitere DozentInnen

  • Sabine Berndt, Ergotherapeutin, SI-Therapeutin, Etting
  • Dr. Monika Berns, IBCLC, Neonatologin, Kinder- und Jugendarztpraxis Drs. Berns, Berlin
  • Johann Binter, IBCLC, MHPE, Dipl. Kinderkrankenpfleger, NIDCAP® Professional, Landeskrankenhaus Salzburg (SALK)
  • Dr. Sarah Börner, IBCLC, Neonatologin, Universitätskinderklinik Köln
  • Andrea Eichler, Lehrerin für Pflegeberufe, Universitätskinderklinik Tübingen
  • Anne Garbe, Neonatologin, II. Kinderklinik, Zentralklinikum Augsburg
  • Anna Kalbér, Kinderkrankenschwester, Kindergesundheitshaus Berlin e. V.
  • Dr. Barbara Klein, IBCLC, Kinderärztin, SPZ Klinikum Frankfurt Höchst
  • Dr. Ruth Klein, IBCLC, Neonatologin, Universitätskinderklinik Köln
  • Thomas Kühn, Neonatologe, Vivantes Klinikum Neukölln, Berlin
  • Anja Leiter, Physiotherapeutin, Olgahospital, Klinikum Stuttgart
  • PD Dr. Katrin Mehler, IBCLC, Neonatologin, Universitätskinderklinik Köln
  • Gabriele Muhl, IBCLC, Lehrerin für Pflegeberufe, Bildungszentrum Hanau
  • Ursula Schmid, Katholische Klinikseelsorge, Zentralklinikum Augsburg
  • Dr. Jörg Tänzer, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Sozialrecht, Berufsbetreuer-Fortbildungswerk, Berlin
  • Dr. Eva Vonderlin, Psychologin, Psychologisches Institut der Universität Heidelberg
  • Sandra Walz, Physiotherapeutin, Olgahospital, Klinikum Stuttgart
  • Dr. Christof Weisser, Neonatologe, Landeskrankenhaus Salzburg (SALK)

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